Letzten Donnerstag nach der Arbeit ging’s los. Flo und ich sind auf zum Bahnsteig und ab in die Bahn nach Bonn. Gerade mal 2 Minuten im Zug wollten wir erstmal ein älteres Ehepaar von unseren Plätzen verscheuchen (die sind bestimmt nicht ganz durch die Platznummerierung durchgestiegen und hatten sich sicher im Platz geirrt). Dabei kam nicht ganz das raus, was wir uns vorgestellt hatten. Der alte Herr guckte sich unser Ticket an, drehte dann den Spieß um und hat uns erstmal erzählt, wo wir zu sitzen haben. Outch!
Die viereinhalb-stündige Zugfahrt verlief dann eigentlich ganz entspannt und wir waren nach einer kurzen Taxifahrt in unserem Hotel, dem Maritim Königswinter, angekommen. Anständig, wie wir sind, sind wir dann auch beide sofort schlafen gegangen, da ja am Freitag um 10 Uhr die FedCon anfing.
Wir waren da, um unseren Medienpartnern dort mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und daher stand auch für uns das komplette Presseprogramm an. Um 9.40 Uhr kamen wir also im Maritim Bonn an, wo die FedCon stattfand. Ausgestiegen aus dem Taxi (DigiCam schon gezückt) und dann gleich das hier:

Ich war sofort total fasziniert, weil… naja, wer hat schonmal in Wirklichkeit ‘nen Klingonen gesehen? Und das sollte ganz sicher nicht der letzte gewesen sein
Unsere Medienpartner trafen wir dann auch recht zügig, sodass es losgehen konnte in die Pressekonferenz. Da bereits alle Plätze besetzt waren, blieb ich hinten stehen und verfolgte das Geschehen von dort aus. War aufregend – ich war schließlich vorher noch nie in ‘ner Pressekonferenz. Die anwesenden Star Trek Darsteller betraten dann den Raum. Ich zückte auch schonmal die Kamera, um gleich mal ein schickes Foto von den Darstellern machen zu können. Wie sich dann aber rausstellte, hatte ich mich wohl zu früh gefreut. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass die Pressekonferenzen wie sie in Filmen dargestellt sind nicht KEINESWEGS übertrieben sind (wie ich es immer dachte). Die Schauspieler waren gerade mal 10 Sekunden drin und schon stand vor mir ‘ne undurchdringbare Journalisten-Wand. Und JEDER will das geilste Foto für sich haben

Ich kam da also nicht so wirklich durch. Da Flo und ich beide deutlich unter 1,80m groß sind, hatten wir ja sowieso schon die schlechtesten Karten. Zum Schluss ergriff Flo dann aber die Initiative. Ab auf’n Stuhl und einfach mal schnell drauf losgeschossen – hat aber gut geklappt

Foto (v.l.n.r.): LeVar Burton (Geordi LaForge), Marina Sirits (Deanna Troi), Brent Spiner (Data)
Die Darsteller kannte ich auch aus Star Trek The Next Generation (das ist das, mit Captain Picard)
Danach gab es dann auch schon Mittagessen, das von 12:00 – 14:00 angesetzt war. Was es gab? Ja…

So verrückt, wie sich die Gerichte anhören, haben sie auch geschmeckt. Voll und ganz im positiven Sinne! Die Nachspeise sah schon spektakulär aus und schmeckte sogar NOCH spektakulärer. Und das obwohl ich doch eigentlich Mascarpone gar nicht mag. Ich nenne es “Geschmacksachterbahn”

Anschließend gab es eine eine Präsentation, ein Quiz und eine Führung über’s Gelände.
Es ist wirklich verrückt auf der FedCon. Bei all den verkleideten Star Trek Fans kommt man sich vor, als wäre man gerade direkt auf der Enterprise oder auf Qo’noS, würde gerade von Storm Troopern verfolgt oder hätte gerade den Schritt durch das “Stargate” gewagt – echt faszinierend!

Wachen am Eingang zum Messegelände

Die Klingonen hatten ihren eigenen Bereich, in dem sie klingonische Rituale zelebrierten

Wie man sieht waren auch die StarGate Fans äußerst originalgetreu vertreten
Flo und ich hatten jetzt ca. zwei Stunden Zeit, bevor die Opening Ceremony im großen Saal anfing. Zeit, um mal auf eigene Faust loszuziehen und das öffentliche Messegelände zu erkunden. Es gab z.B. einen Raum, in dem Massenweise Fanartikel verkauft wurden. Natürlich gab’s am meisten zu Star Trek, allerdings ist die FedCon ja eine allgemeine Sci-Fi Messe, sodass auch viele andere SciFi-Universen vertreten waren. Star Wars, Star Gate, etc…

Ein Stand mit hunderten von Star Trek Trading Cards

Ein originalgetreuer Star Trek Anzug…

…dessen Preis ich dann doch zu überzogen fand, um mich damit einzukleiden

Eine wohl sogut wie lückenlose Sammlung an Star Wars Romanen
Zu guter Letzt konnte ich sogar noch meine Jedi-Skills zur Schau stellen und Demonstrierte spontan den Umgang mit der sagenumwobenen, mächtigen Jedi-Waffe – dem Lichtschwert!

Alt-Jedi-Meister Qui-Gon-Held

Qui-Gon-Held in Action: Damit bei den Kampf-Moves niemand verletzt wurde, nahmen die Leute reichlich Abstand
Die zwei Stunden vergingen wie im Flug. Flo konnte noch mit einer käuflichen Version des Sicherheitsdienst-Ausweises seines Idols Angus MacGuyver glücklich gemacht werden. “Phoenix Foundation – Angus MacGyver” steht drauf. Sogar mit Lichtbild – wie in echt!
Es folgte die Opening Ceremony, moderiert von Marc B. Lee, der seinen Job super machte! Bei der Ceremony erwähnte er unter anderem, dass die FedCon dieses Jahr Besucher aus 22 verschiedenen Nationen hat. Unglaublich, was es für eine eingeschworene Fangemeinde gibt und wie weit die Fans teilweise dafür reisen – respekt
Marc B- Lee holte nacheinander all die Darsteller auf die Bühne, die im Verlauf der FedCon Panels im großen Saal geben werden. Schon wieder ein Punkt der mich zum Staunen brachte. Die Darsteller, besonders Brent Spiner, der den Charakter “Data” spielt, wurden dort abgefeiert wie Götter. Ein ohrenbetäubender, endlos langer Empfangsapplaus mit ununterbrochenem Blitzlichtgewitter – krass!

Nach der Opening Ceremony klang der Abend mit einer Party aus. Auch hier bewiesen die Besucher, gute Laune und Spaß an der Freude (oder so) und feierten ausgelassen bis in die Morgenstunden. Flo und ich feierten zusammen mit unseren Medienpartnern ein wenig mit und fuhren dann zurück zum Hotel, da es ja am nächsten Tag um 11:45 schon wieder zurück nach Hamburg ging.
Ich muss sagen, und das weiß ich ganz genau, dass der FedCon-Besuch mir ewig in Erinnerung bleiben wird. Es ist einfach total ausgeflippt/durchgeknallt/unglaublich… irgendwie unbeschreiblich. Auf der Website der FedCon heißt es “Wer einmal die FedCon besucht hat, wird es wieder tun. Viele Fans sagen, dass die Con süchtig macht. Man will ein derartiges Wochenende nicht mehr missen und kommt jedes Jahr wieder.”. Und das kann ich eigentlich nur bestätigen. Ich wäre also immer wieder sofort dabei! Fahrgemeinschaftsvorschläge u.ä. daher bitte an mich
Danke also, dass ich mitkommen durfte, Flo – war ‘n Knaller!!!
Und wer jetzt neugierig geworden ist, darf sich hier informieren: www.fedcon.de















